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Donnerstag, 10. April 2014

Zwischenstopp in Thailand

Guude aus Malaysia, dem nach Thailand, Myanmar, Kambodscha und Laos fünften Land meiner Reise. In den vergangenen Tagen war ich noch einmal für ein paar Tage in Thailand unterwegs, genauer gesagt in den größten Städten des Landes, Chiang Mai und Bangkok. Da mein Netbook leider immer noch Faxen und somit keinen Spaß mehr macht, werde ich über diese zwei Städte nun in einem Beitrag berichten. Außerdem wird es leider keine Fotos geben, da das werte Mädel, mit der ich mir in Bangkok aus Budgetgründen ein Doppelzimmer geteilt habe, bei ihrem Check-Out wohl Gefallen an meinem Handy gefunden hat – Bitch!

Am Samstag nahmen wir jedenfalls um 10:30 Uhr für 250 Baht den Minivan von der Grenzstadt Chiang Khong in die Hauptstadt des Nordens, Chiang Mai. Statt der angekündigten vier Stunden Bustrip kamen wir allerdings erst gegen 16.30 Uhr dort an. Einer der Gründe hierfür ist, warum ich so viel Gefallen an Kambodscha und Laos gefunden habe: Da man in Thailand den Tourismus einfach schon gewöhnt ist, hat man natürlich auch schon die Maschen der Abzocke herausgefunden. Statt einer einfachen Kaffee- und Pinkel-Pause mussten wir also eine Stunde in einer komischen Fabrik verbringen, die uns irgendeinen Nepp verticken wollte. Immerhin kamen wir während der Fahrt auch am White Tempel vorbei, der eines der neueren Wahrzeichen Thailands ist. In Chiang Mai angekommen, begaben sich Joel und ich auf die Suche nach einer Unterkunft. Wir wurden für 150 Baht pro Einzelzimmer schnell fündig im Mini Guesthouse. Neben des Preises ist der absolute Pluspunkt die ideale Lage, alle Sehenswürdigkeiten der Stadt kann man fußläufig erreichen. Viel machten wir allerdings samstags nicht mehr. Da nur wenige Meter entfernt der Nachtbasar aufgebaut wurde, gönnten wir uns hier ein leckeres Abendessen zu Spottpreisen. Über die Stunden danach gibt es aufgrund der Derbyniederlage nichts zu erzählen. Nach dem Spiel versuchte Joel mich vergebens aufzumuntern, immerhin sprangen für mich so ein paar Freibier auf dem Rooftop der Reggae-Bar heraus. Anschließend ging ich aber zeitig ins Bett.

Am darauffolgendem Morgen ließen wir es ganz Sonntag-like erstmal ganz gemütlich angehen. Irgendwann konnten wir uns aber doch motivieren und liefen durch die Stadt, vorbei an Tempeln und leckeren Essensständen. Plötzlich waren wir in einem riesigen Markt mit unfassbarem Trubel – von außen sah das eher nach ein paar kleinen Geschäften aus. Joel kaufte sich FlipFlops und kurz vor dem Sonnenuntergang gingen wir wieder zurück in Richtung unserer Bleibe. Auf halber Strecke liefen wir aber in einen von Joels Freunden aus Helsinki, von dem er zwar wusste, dass er auch durch Asien reist, aber niemals damit gerechnet hatte, dass er ihn aufspüren könnte. Wie klein die Welt doch ist. Statt eines ruhigen Abends war dann natürlich klar, dass wir das befeiern müssen – es ging wieder in die Reggae-Bar, wo ich mich aber recht zügig wieder ins Guesthouse gemacht habe, den Jungs habe ich ausnahmsweise einen finnischen Abend gegönnt.

Schließlich hatte ich am Montag ein strammes Programm: Um 9 Uhr klopfte es an der Tür – fuck, den Wecker habe ich also schon wieder nicht gehört. In zwei Minuten musste ich mich anziehen und meine Sachen zusammenpacken, denn ich hatte einen Tagesausflug für 850 Baht gebucht, der Ziplining, Elefantenreiten, Riverrafting und einen Wasserfall versprach. Nur so viel: Ich durfte sage und schreibe einmal ziplinen, das Rafting viel ins Wasser und wurde durch gähnend langweiliges Bamboofloß-Treiben ersetzt und der Wasserfall glich auch mehr einer Pfütze (bin hier aber wohl aus Luang Prabang zu viel gewöhnt), ist mittlerweile eben Ende der Trockenzeit. Das Elefantenreiten war allerdings sehr cool. Die Tiere sind anders als auf Koh Phangan nicht festgekettet und können sich in ihrem Areal, das auf der einen Seite durch einen steilen Berg und auf der anderen Seite durch einen kleinen Fluss begrenzt wurde, frei bewegen. Das Reiten hat super viel Spaß gemacht, wir durften die Tiere sogar mit Bananen füttern, aber auch hier gab es statt der versprochenen vollen Stunde Reitens nur eine halbe Stunde serviert. Wirklich weiterempfehlen würde ich den Trip, der von Chok Chai Travel durchgeführt wird, allerdings nicht. Sehr viele Leute waren einfach überall, da sie quasi ein Monopol in Sachen Tourismus-Ausflügen in Chiang Mai haben. Als wir uns gegen 16 Uhr wieder zurück machen wollten nach Chiang Mai (ca. eine Stunde Fahrt), machte auf einmal der Motor des Minivans schlapp. Ärgerlich für mich, da ich um 18 Uhr bereits ein Ticket für den Transfer nach Bangkok gebucht hatte. Irgendwann kam dann aber endlich ein Ersatzvan und lieferte mich um 17:45 Uhr rechtzeitig wieder im Mini Guesthouse ab. Ich hatte 15 Minuten Zeit, um final zu packen, auszuchecken und Getränke für die Fahrt zu kaufen, was mir glücklicherweise auch gelang. Dass mein Pick-Up allerdings erst um 18.45 Uhr kam, muss natürlich nicht erwähnt werden ;)  So blieb immerhin noch Zeit, um mich von Joel, mit dem ich ja die vergangenen drei Wochen gereist bin, und seinem Freund zu verabschieden. Plötzlich trafen auch die zwei anderen Finnen Eeti und Joel ein, perfektes Timing. Alle boten mir an, dass ich unbedingt mal nach Helsinki kommen und sie besuchen soll – das Reisen ist aufgrund der Leute, die man kennenlernen darf, einfach wunderbar! J

Nach Ankunft am Bus (450 Baht) nach Bangkok merkte ich schnell, dass fast kein anderer den weiten Weg auf sich nimmt – gut für mich, schließlich hatte ich so die gesamte Fahrt einen Doppelsitz für mich und konnte überraschend gut schlafen. 2 Stunden früher (!) als geplant kamen wir dann im Dunkeln um 5 Uhr in Bangkok an der Khao San Road an, ich begang den fatalen Fehler und tat mich mit der Handydiebin zusammen, um ein günstiges Guesthouse zu finden. Fündig wurden wir im My Friends Guesthouse in einer Seitenstraße der Khao San Road, der wohl bekanntesten Touri-Straße Asiens, wo ein Doppelzimmer 350 Baht kostet. Auch hier ist der große Pluspunkt die ideale Lage, nah am Geschehen, aber immer noch weit genug entfernt um Schlaf zu finden. Den gönnten wir uns auch erst einmal bis um 10 Uhr (wir mussten aber nur für die darauffolgende Nacht zahlen, sehr cool!), im Anschluss lief ich einfach mal drauf los und zog durch Bangkok. Und was soll ich sagen? Ich liebe es! Jede Straße hat etwas Neues zu bieten, überall gibt es leckerste Essensstände, selten (nie?) hat mich eine Stadt auf Anhieb so begeistert. Einzig die vielen Leute, die einen hier drauflabern, um etwas zu verkaufen o.ä. sind nervig, aber nach zwei Monaten Asien weiß man so etwas routinemäßig und freundlich abzuweisen. Ich lief ganze sechs Stunden ohne Ziel durch die Gegend, vorbei am Grand Palace, verschiedensten Tempeln und am State Tower. Als ich im District Silom landete und auf einer Karte sah, wie weit entfernt ich schon von der Khao San Road war, entschied ich mich für 100 Baht auf einem Roller-Taxi heimzufahren. Aww, ist das geil! Der Verkehr, der ganze Trubel, Bangkok ist absolut pulsierend. Nach 30 Minuten Fahrt und einer dringend benötigten Dusche schlenderte ich zur Khao San Road, wo ich plötzlich auf Skitzo und Arne traf, die ich ja bereits aus Vang Vieng kenne. Schon wieder so ein Zufall, auch wenn das Treffen mit Skitzo mehr oder minder geplant war. Nach ein paar Begrüßungsdrinks machten wir uns zu fünft (zwei weitere Mädels von der Insel) auf zum Pub Crawling der besonderen Art. Um Geld zu sparen liefen wir von 7/11 zu 7/11 und tranken jedes Mal ein leckeres Blondes. Am Ende machten wir auch logischerweise vor frittierten Kakerlaken nicht mehr Halt. Ekelhaff! Da Skitzo aber um 23 Uhr ins Taxi Richtung Flughafen steigen musste (für ihn ging es nach 6 Monaten Asien wieder in die Heimat nach Yorkshire), beschlossen wir übrigen vier auch ins Bett zu gehen.

Um 9 Uhr wachte ich dann auf und sah, dass mein Adapter zwar noch angeschlossen war, das wichtigere Item allerdings fehlte. Verreck an dem Teil! Meine Laune war dementsprechend im Keller, und als ich dann erfuhr, dass der Zug nach Malaysia auch schon überbucht ist und ich mit sowohl teureren (1550 Baht) als auch unbequemeren Bussen vorlieb nehmen muss, konnte meine Stimmung so schnell aber nichts mehr retten. Denkste: Eine Rollerfahrt durch die Stadt und ich war wieder in bester Laune. Ich entschied mich zum MTK, dem größtem Shopping Center der Stadt, zu tuckern, da ich die Hoffnung hatte in Bangkok wohl am ehesten ein Schäppchen zu machen, was ein neues Handy angeht. Nachdem ich mich im MTK zunächst einmal zwei Stunden verlief und teilweise gar nicht mehr wusste, in welchem Stockwerk und welcher Ebene ich mich befinde, landete ich plötzlich doch noch bei den ganzen Elecktronik-Stores. Und ich wurde fündig, darf jetzt ein Samsung Galaxy S4-Klon mein Eigen nennen, das mich inklusive SD-Card, Kopfhörer, zweiter Batterie und Sim-Karte 5500 Baht kostete. Ich lief noch ein wenig durch die Gegend in der Nähe des Shoppingzentrums, sah u.a. noch das Nationalstadion, und fuhr dann per Rollertaxi wieder zurück. Nach ein paar organisatorischen Dingen wurde ich dann überpünktlich um kurz vor 18 Uhr abgeholt – es sollte zunächst im Bus nach Surat Thani gehen. Dieser war allerdings extrem überfüllt, da ja in wenigen Tagen auf Koh Phangan die Full Moon Party ansteht. An viel Schlaf war also nicht zu denken, immerhin liefen noch zwei Filme (White House Down und Man of Steel), die zwar nicht die besten waren, aber immerhin dafür sorgten, dass die Zeit schnell vorbei geht. Um 7 Uhr kamen wir in Surat Thani an, zwanzig Minuten später startete der Minivan nach Penang, wo ich nun die komplette Rückbank für mich allein habe. Um 12 Uhr bin ich in Had Yai, einer Stadt ganz im Süden des Landes, angekommen und betrat eine Stunde später den Minivan nach Penang. Nach einer weiteren Stunde kamen wir an der Grenze an, an der ich erstmals nicht einen müden Cent für irgendetwas zahlen musste (selbstverständlich wollte man mir in Surat Thani für die Stempel noch 1200 Baht als Special Deal abknöpfen, pah). Allerdings war es hier sehr kompliziert und nach 10 Minuten hatte ich sowohl die Mitinsassen des Minivans als auch den Minivan an sich verloren. Glücklicherweise ging nach 20 Minuten herumirren dann aber alles gut und wir setzten die Fahrt nach Penang fort, wo ich nun vor einer halben Stunde und nach 24 Stunden nonstop Travelling angekommen bin. Ich habe ein Bett im Dormroom des Greentown Cafes im Herzen der Stadt bekommen, allerdings für 23 MYR, was knapp 6€ sind. Jetzt werde ich mich aufmachen, um mich mit Bronko und Simon zu treffen. Bingen, Bingen, Malaysia! Allafott, Klakas! J

Sonntag, 2. März 2014

Fassenacht mal anders


Hallo ihr Narrrren! Wir sind gerade in Kambodscha angekommen – und da die Busfahrt von der Grenze bis zu unserer ersten Station Sihanoukville relativ lange dauert, hab ich mir mal mein Netbook geschnappt, um über die vergangenen Tage zu berichten. Zuletzt habe ich ja im schönen Ko Phangan gebloggt, und seitdem ist wieder einiges passiert. Unser letzter Tag auf der Insel startete dank des Weckers gegen 10°° Uhr. Wir haben schnell zusammengepackt, einen letzten Blick auf unsere schöne Bucht geworfen und wurden dann um 11°° Uhr für 200 Baht p.P. zum Pier gefahren, von wo wir für 350 Baht zunächst mit der Fähre zum Don Sak Pier auf dem Festland und von dort dann im Bus zur Surat Thani Train Station (die übrigens nicht in Surat Thani liegt, nicht nur Bingen hat also Probleme mit dem Ort des Hauptbahnhofs) transportiert wurden. Da dies allerdings länger als geplant dauerte, haben wir unseren angepeilten Zug gegen 16:40 Uhr knapp verpasst und mussten mit dem eine Stunde später vorlieb nehmen. Nachdem wir Patrycja verabschiedeten, da sie einen anderen Zug als wir nahm, entschieden wir uns anschließend gegen ein Bett in der Schlafkabine für 650 Baht, sondern für einen normalen Sitzplatz im einfachen Abteil für 217 Baht – das sind ziemlich genau 5€. Wenn man mal bedenkt, dass wir 12 Stunden im Zug saßen und die Strecke Mainz->Bingen teurer ist, könnte man ja meinen, dass wir einen guten Fang gemacht haben. Anfangs war die Fahrt auch sehr spaßig und interessant, wir drei lenkten uns mit Wizzard-Spielen ab und konnten bei untergehender Sonne den Fahrtwind ob der fehlenden Klimaanlage genießen. Als es dann aber dunkel wurde und wir verzweifelt versuchten zu schlafen, haben wir unsere Entscheidung ein klein wenig bereut. Denn da der Zug so voll war (wir waren auf der kompletten Strecke von Surat Thani nach Bangkok aber die einzigen Ausländer im Abteil und wurden dementsprechend auch oft begutachtet), mussten wir uns zwei Sitzbänke teilen. Naja, passiert – es war auf jeden Fall eine Erfahrung, die ich aber nicht nochmals erleben müsste.

7/11 - der ständige Begleiter in T-Highland!

der bequeme Zug nach Bangkok

langsam geht die sonne unter, noch geht es uns gut

das ist im übrigen das essen, was die mädels zerstört hat

ankunft in bkk!
In Bangkok bei aufgehender Sonne angekommen, begaben wir uns zunächst einmal auf Hostelsuche. Da es Kathrin allerdings wegen des Essens, was wir uns in Surat Thani noch gegönnt haben, absolut nicht gut ging und wir in kurzer Zeit an zwei Demonstrations-Stätten vorbeikamen, haben wir uns dazu entschlossen direkt weiter nach Ko Chang zu reisen. Der erste Eindruck von Bangkok hat mir aber absolut gefallen, ich freue mich jetzt schon darauf in ein paar Wochen zurückzukehren! Wir fuhren also um 9.45 Uhr vom Eastern Bus Terminal zum Ko Chang Pier im Government Bus für 275 Baht p.P., und nahmen direkt nach Ankunft die 15°°-Uhr-Fähre auf die nächste Insel für 80 Baht. Dort ging es dann im Taxi für 100 Baht zu unserem neuen Zuhause, dem Siam Cottage. Nach 30 Stunden ununterbrochenem  und schlaflosem Transports konnten wir also endlich wieder entspannen. Denkste: Leider hat es abends auch Lena schwer erwischt, dementsprechend war der restliche Abend und der folgende Tag mit Wunden lecken angesagt. Mich hat das Essen glücklicherweise nicht angegriffen, wahrscheinlich, weil ich weniger Grünzeug als die Mädels gegessen habe. Esst weniger Gemüse! 

unser subber bungalow

die hostelanlage

erstmal nen sandwich
Da uns der Strand am Siam Cottage (was ich nicht unbedingt weiterempfehlen würde – zwar kamen wir zu dritt in einem Bungalow auf einer großen Matratze für insgesamt 500 Baht die Nacht unter und die Anlage ist relativ gepflegt, aber die Besitzerin war sehr unfreundlich) aufgrund des trüben Wassers und der vielen angeschwemmten Algen nicht so gefiel, haben wir uns gestern für 50 Baht p.P. zum White Sand Beach fahren lassen. Der Strand war zwar schöner, aber dafür auch sehr überfüllt – dennoch war es ein schöner und entspannter Tag. Viel mehr als das haben wir von der Insel leider nicht gesehen, großartige Ausflüge konnten und wollten wir gesundheitsbedingt nicht unternehmen. Nach Sonnenuntergang hat es uns drei dann endlich mal in ein Massagesalon verschlagen – jeder gönnte sich eine 60 Minuten-Massage für schlappe 200 Baht. Danach fühlte ich mich wieder richtig gut, auch wenn heute ein klein wenig der Muskelkater an den Schulterblättern zum Vorschein kommt. Den Tag haben wir dann in einer Bar ausklingen lassen, die tatsächlich die Bundesliga-Konferenz übertragen hat. Wie geil ist das denn? Ich reise um die Welt, und Mainz 05 ab August durch Europa würde ich mal sagen! :)

ich steh auf schaukeln!

die haben wir gebaut, fast zumindest. oder so.

max mag gassoline

herr huber, ich wurde wieder glücklich. äppler-artiges gebräu

FORZA FSV!
Joa, und heute ging es dann um 7.15 Uhr mit dem Minibus zur Grenze, wo wir dann unseren Ausreisestempel erhalten haben und ein paar hundert Meter weiter nach ein klein wenig Ärger den Einreisestempel nach Kambodscha. 1200 Baht mussten wir für das 30-Tage-Visum bezahlen, normalerweise sind es 20 US$$, also ca. 650 Baht – verhandeln nicht möglich. Wucher! Im Anschluss haben wir noch drei Stunden auf unseren Bus warten müssen. Da wir dies aber nicht an der Grenze tun wollten, hat uns ein netter Kambodschaner, der erstaunlich gut Deutsch sprechen konnte, dann zum Food Stall seiner Familie gefahren, wo wir dann gegen 14°° Uhr zum Bus gefahren wurden. Jetzt ist es 15°° Uhr, und gegen 19°° Uhr werden wir Sihanoukville erreichen. Der ganze Trip von Ko Chang dorthin hat uns im Übrigen 750 Baht gekostet.

warten auf den bus feat. kalte schulter
Noch ein kurzes Fazit zum Süden Thailands: Wunderschön! Mir hat es wirklich super hier gefallen, die Freundlichkeit der Menschen ist schon etwas Besonderes, die Natur hat so unentelich (Grüße an Lena ;) ) viel zu bieten und die Strände sollen ja auch nicht ohne sein. Ich kann jedem nur empfehlen hierher zu kommen! Mein absolutes Highlight war auf jeden Fall Ko Phayam, aber ich war auch froh um den Start meiner Reise, Krabi. Der Ausflug in den Dschungel im Khao Sok Nationalpark war auch absolut spitze, ebenso Ko Phangan. Nur nach Ko Tao würde ich nicht mehr reisen, Ko Lanta und Ko Chang gingen im Endeffekt im Vergleich zu den anderen bereisten Orten auch ein wenig unter, dort haben wir aber auch weniger unternommen. Insgesamt habe ich 29672 Baht in den 25 Tagen ausgegeben, das sind ca. 27€ pro Tag. Dafür, dass Südthailand wohl das teuerste Fleckchen Erde auf meinem Asientrip sein wird, bin ich damit absolut zufrieden. Immerhin habe ich es mir stets gut gehen lassen, habe ein paar Ausflüge mitgemacht und wurde von den bösen Simons zum ein oder anderen Bier animiert. Jetzt bin ich gespannt auf Kambodscha!
Helau, ihr Klakas, und viel Spaß an Rosenmontag! Lasst noch was von Mainz stehen, bis ich wieder daheim bin :)

Update: Sihanoukville geht ab! Besser gesagt der Otres Beach. Hier ist eine Backpacker-Hochburg, wir haben heute Abend schon super nette Leute kennen gelernt, generell ist der Vibe hier absolut berauschend. Versack-Potenz ist hier definitiv gegeben und ich gehe davon aus, dass wir hier länger bleiben werden. Untergekommen sind wir im Übrigen im Rockstar Hostel, wo wir ab morgen 10 USD für ein Zimmer zahlen werden (generell wird hier alles in $ gezahlt und nicht wie zu vermuten wäre in der Landeswährung Riel). Heute habe ich ausnahmsweise den Luxus ein Einzelzimmer zu haben, und das für 6 USD. Hier ist jetzt fast 3°° Uhr und ich sollte mich so langsam mal ins Bettchen begeben. Alla fott!
 
was ein luxus: einzelzimmer!

die ersten richtigen nudeln seit gefühlt ewig. beste bollo seit stella imbiss!

faxen in otres

Oh, und mittlerweile sinds über 5000 Klicks - gefällt mir! <3

Dienstag, 25. Februar 2014

Die Flucht aus Ko Tao


Grüßt euch doch erstmal!

Wenn ihr rechts in der Leiste die Überschriften der letzten zwei Einträge ins Visier nehmt, werdet ihr schnell merken, dass ich in sehr kurzer Zeit ein absolutes Highlight erlebt habe und nun leider auch einen absoluten Reinfall. Ich mache es kurz: Ko Tao hat mir nicht gefallen – leider nein, leider garnicht. Wahrscheinlich hätte es nach Ko Phayam wohl jede Trauminsel schwer gehabt einen Schuss ins Schwarze zu landen, aber Ko Tao verdient in meinen Augen auf Keinsten das Prädikat „besonders wertvoll“. Ich habe im letzten Blogeintrag ja schon kurz angeschnitten, dass wir nicht mit der uns bis dato bekannten und so geschätzten thailändischen Freundlichkeit empfangen wurden, sondern eher sehr rüde abgearbeitet wurden. Simon und mir wurde schnell klar, dass hier wohl ein anderer Wind zu wehen scheint als noch zuvor – auch faktisch haben wir bei Verlassen des Boots die ersten Regentropfen meiner Reise abbekommen. Eine Art Vorankündigung auf die nächsten 30 Stunden? Immerhin wurde es danach wieder viel schöner! :)

Trotz des Ärgers mit der Taxi-Mafia fing dabei alles erstmal super an – unser neuer Bungalow war ein Traum, wir konnten uns schnell mit den drei Mädels, mit denen ich jetzt auf Reise bin, treffen und aufgrund unserer wunderschönen Sicht auf die Hing Won Bay freuten wir uns auf Ko Tao. 

da war die welt noch in ordnung - geile bude!
Warum die Hin Wong Apartments, wo wir 300 Baht p.P. gezahlt haben, übrigens nicht weiterzuempfehlen sind, erkläre ich weiter unten – aber zunächst mal weiter in der chronoligischen Reihenfolge. Die drei Mädels hatten im Vorfeld einen Tauch-Trip gebucht, Simon und ich planten also einfach mal ein wenig zum belebten Sairee Beach zu fahren. Auf dem Weg zum Taxi bin ich allerdings in größter Tollpatsch-Manier mit meinen Flipflops an einem Stein hängen geblieben und habe mir damit ein schönes blutiges Loch unterhalb des großen linken Fußzehs verdient. Das mit den Flipflops und mir hat noch nie funktioniert, und wird es wahrscheinlch auch so schnell nicht - eine Liebesbeziehung ist das definitiv nicht. Also zog Simon zunächst alleine los, ich nahm das nächste Taxi 3 Stunden später. Mich traf fast der Schlag, als ich in Sairee Beach ankam – überall wuselten besoffene Reisende rum, Roller bahnten sich hupend ihren Weg - wer klaustrophobisch veranlagt ist, wird an dieser Insel dezent zu knabbern haben. Ich hatte noch nicht mal Lust darauf, Fotos zu schießen. Nachdem wir dann irgendwie die weitere Zeit totgeschlagen konnten, haben wir uns nach dem Sonnenuntergang mit den Mädels und Felix, der zu unserer Freude auch bei uns aufschlug, getroffen und haben ein klein wenig getrunken. Irgendwann haben wir uns im 7/11 dann mit Thai-Whiskey und Mixzeugs ausgestattet und sind per Taxi wieder zurück in unsere Anlage gefahren. Was danach passierte, kann bis heute wahrscheinlch keiner verstehen: Wir tranken in bester Stimmung zu ein wenig Musik und Kartenspiel, unsere Lautstärke war allerdings durchaus gedrosselt. Irgendwann hämmert es an der Tür und Cliff, der englische Besitzer der Apartments und bislang eigentlich recht sympathisch schrie uns an, dass wir doch endlich ruhig sein sollen und schmiss Felix aus der Anlage. Wir wussten nicht so recht, warum er so ausgerastet ist, machten uns aufgrund der dadurch natürlich gedämpften Stimmung schließlich bettfertig und hatten ein schlechtes Gewissen wegen Felix, der im Dunkeln nun irgendwie ans andere Ende der Insel zu seiner Unterkunft kommen musste. Aber er konnte sich an Schizo-Cliff wieder vorbeischleichen und nächtigte dann bei uns. In your face! 

Morgens verabschiedete ich mich von Simon, der sich wieder zurück in kältere Gefilde aufmachen musste. Es hat mir richtig Spaß mit euch zwei Simons gemacht, gerne wieder! :) Felix teilte sich mit ihm das Taxi ans andere Ende der Insel und ich musste mich mit den Mädels nun langsam aber sicher ans Auschecken machen, wo wir von diesem Cliff noch einen weiteren Dummbabbel-Auflauf kassierten. Dass kurz darauf einer seiner Angestellten nochmals zu uns kam und sich für das Verhalten seines Chefs entschuldigte, erklärt wohl alles. Der Plan der Mädels war ohnehin, die Insel in Richtung Ko Phangan zu verlassen, aufgrund der ganzen Vorfälle war ich froh, dass ich so schnell wieder wegkonnte. Wir fuhren also wieder zum Pier, wieder mit dem Taxi, was den Preis angeht leider wieder jenseits jeglicher Verhältnismäßigkeit. Da es aber noch ein wenig dauerte, bis unser Boot ablegte, setzten wir uns mit einem Thai-Pancake in der Hand nochmals an den Strand und spielten Karten. Auf einmal kam ein kleiner thailändischer Junge zu uns und wollte unbedingt mitspielen. Er versuchte auch mit überraschend gutem Englisch sich mit uns zu unterhalten. Das war wieder mal einer der Momente, wegen denen man reist und der mir wenigstens die Chance gab etwas Gutes aus Ko Tao mitzunehmen. Ein wenig später ging es dann innerhalb von 1h40min für 430 Baht nach Ko Phangan. 
karten spielen mit dem kleinen namens tart (?)

auf dem schiff nach ko phangan
 Dort angekommen war ich überrascht wie groß diese Insel im Vergleich zu den vorherigen ist. Sie ist auch weit weniger bebaut und kann mit sehr schönen Dschungelwäldern beeindrucken. 
ich habe gezählt: 3629 bäume
 Wir entschieden uns ein Taxi für 200 Baht p.P. zum abgelegenen Thong Nai Pan Beach zu nehmen, wo wir auch direkt im Baan Pan Buri für 325 Baht die Nacht und pro Person unterkommen konnten. Das ist bislang das teuerste Bungalow auf der Reise (ich teile mir das Bungalow mit Kathrin; Patrycja und Lena – so heißen die zwei anderen Mädels – residieren zwei Bungalows neben unserem), die aber wunderschön ist. Direkt am Strand, in einer ruhigen Bucht mit unfassbar freundlichen Angestellten. Service-technisch liegen zwischen unseren Schlafresidenzen auf Ko Tao und Ko Phangan Welten. Man merkt, dass hier auch viele Familien ihren Urlaub verbringen.

eines unserer bungalows

diiirekt am meer
Meine Angst, dass es mir in Ko Phangan aufgrund der ganzen Fullmoon/Halfmoon/Sailormoon/Whatevermoon-Partys zu voll und touristisch ist, war völlig unbegründet. Es ist zwar mehr los als auf Ko Phayam, aber vor allem in unserer Ecke, an unserem Strand und auch sonst durchaus angenehm. Mehr als zu entspannen und Karten zu spielen (endlich mal wieder Wizzard!) haben wir am ersten Tag nicht gemacht. Am Tag danach haben wir nichts weiter getan als einmal ins Village um die Ecke zu spazieren und am Strand zu chillaxen. 

oh, mal wieder einen abgewunken

einem hund gefiel mein handtuch scheinbar recht gut
erstmal was essen und die aussicht genießen

abends am strand




Abends sind wir dann im Village wieder etwas trinken gegangen, und es gab hierfür auch allen Grund: Lena feierte nämlich in ihren 22. Purzeltag rein. Happy Birthday! :)
 
ein strand in thailand ohne firedancer ist kein richtiger strand oder so
v.l.n.r.: patrycja, kathrin, lena, wirtziaufreisen
Gegen 02°° Uhr schlenderten wir am Strand entlang schon wieder zurück zu unseren Bungalows, denn heute hieß es, dass wir unser Geschenk für Lena einlösten. Also buchten wir zu dritt (Patrycja gönnte sich einen weiteren Entspann-Strand-Tag) eine Full Day Island Tour. Entsprechend früh ging es um kurz nach Acht und mit dickem Schädel auf eine richtig schöne Reise durch Ko Phangan. Hier war wirklich alles dabei: Am Anfang ein kleines Frühstück, dann die Besichtigung eines kleinen Muay-Thai-Boxing-Stadions und eines chinesischen Tempelkomplexes. 

kein problem für ihn

bunt und kitschig
Im Anschluss fuhren wir mit einem Longtailboot an einen Schnorchelspot und dann an einen wunderschönen Strand, dem Malibu Beach, der seinen Namen aufgrund seines so feinen Sandes erhalten hat und wo wir richtig klasse entspannen konnten. 

am parkplatz unseres boots wurden tintenfische getrocknet. gruß an die simons ;)
eine bootsfahrt die ist lustig, eine bootsfahrt die macht spaß
sieh mir in die augen, baby!

malibu beach geht ab

ich weiß garnicht, wann ich das letzte mal im cocoon war
Zum Mittagessen fuhren wir weiter zu einem Elefantencamp, das für einen Teil unserer 11-köpfigen Crew zum Programm gehörte. Ich fand es schon heftig, wie schlecht es den Elefanten dort ging, sie waren sehr eng angekettet und hatten keinen Bewegungsspielraum. 

gefangener elefant mit zwei riesigen rüssels
Da daraufhin aufgrund des heftigen Windes das eigentlich geplante Kayaking leider wortwörtlich abgeblasen werden musste, haben wir stattdessen nach Überredungskünsten eines der teilnehmenden Tourmitglieder einen Canopy Walk inklusive Ziplining durchgeführt. Das hat ja mal sowas von Spaß gemacht und ist zumindest was Aktivitäten angeht weit vorne auf meiner Highlightliste. Zu gerne hätte ich das gefilmt, es war mir aber zu riskant. 

wir haben style und das geld - naja, zumindest mal den style
u.a. über diesen teich sind wir geziplined
Zum Abschluss des Tages ging es zu einem kleinen Wasserfall, der wohl nur in der Regenzeit imposant ist, und in eine thailändische Sauna. Eine Sauna? Bei dem Wetter? Wie dumm ist das denn? Habe ich zumindest im Vorfeld gedacht, es war aber auch mal was Neues. Vor allem, wenn 35°C danach als zu kalt interpretiert werden. 

in der sauna: wie sie sehen, sehen sie nichts

vor der sauna: statt "hello kitty" "hipster kitty"
Dieser Tagesausflug hat sich absolut gelohnt, er ging zwar recht schleppend los und war mit 1000 Baht nicht sonderlich preiswert, am Ende kam aber Highlight nach Highlight. Auch unser Tourguide, der sich als Rebecca vorgestellt hat, war extrem cool. Wir wollten unser Gepurzeltagskind unbedingt noch überraschen, und er besorgte sogar einen Kuchen und überreichte ihn ihr vor versammelter Mannschaft. Sehr cool, auch weil Lena nicht damit gerechnet hat. :) 
"hä? hat noch wer außer mir geburtstag?"
Wieder zurück am Bungalow und letztmals als Quartett auf Achse, gingen wir heute Abend nochmals gemeinsam schlemmen. Morgen trennen sich nämlich unsere Wege: Zwar schippern wir gemeinsam wieder aufs Festland nach Surat Thani, dort in der Nähe wird Patrycja aber für zwei Wochen ein Kloster besuchen und dort leben. Lena, Kathrin und ich werden anschließend hoch nach Bangkok fahren, wo vor ein paar Tagen ja wieder eine Bombenstimmung herrschte. Mal schauen, ob wir dort wie geplant länger bleiben oder doch recht schnell weiterziehen – das ist mir dann doch alles sehr heikel.
Habt ne gute Zeit, Klakas! Wir haben sie hier auf jeden Fall – Ko Tao ist schon längst vergessen! :)